Westfinnland Teil 2

5.7.-9.7.
km-Stand: 2733
Entlang des Bottnischen Meerbusens von Vaasa über Oravian, Jacobstadt, Kokkola, Kalajoki nach Raahe
Dieser Streckenabschnitt ist tatsächlich recht abwechslungsreich. Der Eurovelo windet sich quasi um die Küstenstraße E8 herum. Dabei halten sich die Streckenabschnitte auf der E8 zum Glück in Grenzen.
Vorbei sind die langen Öffnungszeiten von Touristinformationen und Markthallen. In Vaasa würde um 16 Uhr die Tür vor meiner Nase zugemacht. Blieb nur noch der Supermarkt. Diese haben auch im kleinsten Städtchen bis mindestens 22 Uhr auf. Alle Städte haben einen Bereich mit der ursprünglichen Bebauung mit alten Holzhäusern, die eng an eng in den unterschiedlichsten Pastelltönen stehen. 

"It's raining again"🌧️
Die größte Herausforderung in diesen Tagen war es, bei Laune zu bleiben. Immer wieder Regen und Temperaturen um die 10 Grad. 
So lernte ich Tomecz aus Polen kennen. Zusammen warteten wir auf das angekündigte Nachlassen des Regens am späten Mittag, tranken Unmengen Kaffee, klönten oder lasen. In einer kurzen Regenpause schnell das Zelt zusammen gepackt und losgefahren. Ist man dann ersteinmal unterwegs und hat sich auf Betriebstemperatur gestrampelt, ist es nicht mehr so wild. Wie in einem Kokon fühle ich mich in meiner Regenmontur. Bei mir ist es kuschelig warm und draußen ist der ungemütliche Regen. 
Bei so miesen Wetter ist die Küstenstraße eine gute Wahl. Glatter Asphalt, immer geradeaus. Da kann man sich schon in Trance fahren. 
Ja, bis man etwas die Spur verliert, vom spärlichen Seitenstreifen Richtung Fahrbahn abkommt und anfängt, in die Nähe des weißen Streifens zu kommen, der die Fahrbahn markiert. Augenblicklich wirst du so durchgeshaked, musst den Lenker fester greifen und bist von jetzt auf gleich wieder im Hier und Jetzt. Die Streifen sind mit solch derben Rillen versehen, dass einem die Satteltaschen um die Ohren fliegen.

Das wilde Kind in mir lernt achtsam zu fahren 🚴 
Nach drei Tagen gab's besseres Wetter, zumindest ließ der Regen nach. Dafür wurde der Regen vom Wind abgelöst. Bedauerlicherweise kam er nicht wie im Baltikum von hinten, sondern stramm von vorn. Also kleinsten Gang einlegen  und im Zeitlupentempo vereinzelte Häuser und von Wildblumen gesäumte Felder passieren lassen. Den Bienen beim Nektarsuchen zusehen, jeden Käfer auf den Blüten einzeln begrüßen, sich wundern, warum die Schmetterlinge nicht vom Wind mitgerissen werden und sich damit abfinden, von Fliegen überholt zu werden. Mein neues Motto: Achtsam Radeln!

Impressionen aus Westfinnland

Erste Eindrücke

Meine Traumreise, meine Auf's und Ab's

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