Bornholm - Dänemark

27.8.-1.9.25
Km 6203
Das 6. Land und die 3. große Ostsee-Insel
Dadurch, dass ich ab Öland durchweg Etappen von über 90 km täglich gefahren bin (wusstet ihr, dass Fahrradfahren einfach nur Freude macht😁), habe ich tatsächlich Zeit gewonnen, Bornholm in Ruhe zu umrunden. 
Die "Sonneninsel" Bornholm begrüßte mich mit schwülem, feuchtnassem Gewitterwetter. Ich habe es soeben geschafft das Zelt vor dem Gewitter aufzubauen.


Hätte ich das vor drei Monaten gedacht? NEIN!
Genau mit dem Erreichen des Campingplatzes ist es geschafft: Der 6. Tausender ist erreicht!
Eigentlich ist mein Motto der Reise ja " Erlebnis statt Ergebnis", aber ich gebe es gerne zu, ein bisschen sportlicher Ehrgeiz war doch im Spiel. Und es ist ein grandioses Gefühl, 6000 km geschafft zu haben.

Gemeinsam, statt einsam
Das Wetter blieb schwül, feucht 🌧️, herbstlich trübe. Es wurde gar nicht richtig hell. Von Rönne aus begann ich die Umrundung der Insel Richtung Norden. Etwas vor Vang überholt mich kamikaze mäßig ein Mountainbiker, auch mit Gepäck. Beim Überholen kündigt er mir eine demnächst kommende derbe Steigung an, bei der ich schieben müsse. "Na, ja", dachte ich mir, "bisher musste ich erst zweimal absteigen und schieben. Wir werden mal sehen. Doller als die Steigung vor Heringsdorf mit 18% kann es ja nicht werden." 
Was soll ich sagen, es kam doller. Ein Anstieg von mehr als 20%!! Den Mountainbiker traf ich vor der Steigung wieder, er sammelte Puste für die bevorstehende Kraftanstrengung. Auf regenfeuchtem blätter- und moosglitschigem Untergrund versuchten wir unsere bepackten Räder mit mäßigem Erfolg hochzuwuchten. Gemeinsam ein Rad hochschieben, ging deutlich besser.
Oben angekommen, zeigte Tim, inzwischen hatten wir wieder Puste, um uns gegenseitig vorzustellen, einen tollen Aussichtspunkt über die Küste. 
So mühselig es bergan ging, so rasant rauschten wir hinunter. Nur gut, dass Tim die Strecke wie seine Westentasche kannte. Fing sein Hinterrad an, das Vorderrad in den Kurven zu überholen, war es spätestens Zeit voll abzubremsen, um nicht aus der Kurve zu fliegen.😁 Wir stachelten uns gegenseitig an und erreichten die Shelter am Hafen von Tejn in Rekordzeit. Dieser Streckenabschnitt des Küstenradweges war eindeutig fahrradtfahrtechnisch der interessanteste und schönste.
Wie es der Zufall will, befand sich neben dem Hafen eine Brauerei 🍻. Klar, dass die Biersorten probiert werden mussten. Und dazu gab es einen edel Hotdog vom Feinsten. Ein toller Ausklang des Tages.

Zelten⛺ ade!
Die letzten beiden Nächte verbrachte ich bei lieben Freunden im Ferienhaus. So konnte ich mich wieder an den Aufenthalt in geschlossenen Räumen, das Schlafen in einem Bett und die Anwesenheit von Menschen über einen längeren Zeitraum gewöhnen. Ein wunderbarer Abschluss der Bornholmtour! 🥰
Früh morgens machte ich mich dann auf den Weg zur Fähre. Das Fahrrad im Schein der Stirnlampe flugs gepackt ( um 5 Uhr war es noch dunkel) und auf ging's Richtung Hafen. Mit dem Sonnenaufgang im Rücken durch die dunstverhangene Insellandschaft, begleitet von zahlosen Feldhasen und Rehen zu fahren, war zauberhaft. 
 

Impressionen von Bornholm

Erste Eindrücke

Meine Traumreise, meine Auf's und Ab's

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